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Erfahrungsberichte

Alopezie (krankheitsbedingter Haarausfall) bei Hund und Katze

Als Alopezie bezeichnet man einen krankhaften, massiven Haarausfall an üblicherweise behaarten Körperstellen unserer Fellnasen und Samtpfoten, der nicht mit dem normalen Fellwechsel in Zusammenhang steht.

Bei der Alopezie handelt es sich um ein Symptom mit oder ohne Juckreiz, das sich auf kleine Regionen beschränken oder großflächig auftreten kann.  Eine Vielzahl von Krankheiten kann zu Haarausfall führen:

  • Bakteriell bedingte Erkrankungen
  • Hormonell bedingte Störungen
  • Allergisch bedingte Erkrankungen
  • Leber- oder Nierenerkrankungen
  • Rassespezifische Alopezie
  • Haarfollikelerkrankungen
  • Pilzerkrankungen der Haut
  • Befall von Parasiten
  • Psychische Störungen (Haltungsbedingungen, Besitzerwechsel, Stress, Schmerzen, Über- oder Unterforderung, etc.)
  • Trauma (die Haare werden durch Lecken, Beissen oder Kratzen selbst abgebrochen bzw. ausgerissen)
  • Verhaltensstörung (Psychogene Leckalopezie bei Hauskatzen durch exzessiven Putztrieb)

Eine genaue Anamnese und die klinischen Symptome sind daher in der Therapie von Alopezien von besonderer Bedeutung.

In der Schulmedizin kommen je nach Grunderkrankung z.B. Antibiotika, Cortison-Präparate, Apoquel oder Hormonpräparate zum Einsatz.

In unserer Tierheilpraxis setzen wir auf die homöopathische Konstitutionsbehandlung, um die Grunderkrankung ganzheitlich zu therapieren. Insbesondere die individuell auf das Krankheitsbild abgestimmte Enzym-Kombitherapie hat sich bei der Behandlung der Alopezie bestens bewährt. Nach der Behandlung kann innerhalb weniger Wochen neues Haarwachstum beobachtet werden.

Bewegungseinschränkungen / Neuralgien

Bei der Neuralgie handelt es sich um eine akute oder chronische Reizung und Entzündung von Nerven, die häufig im Rückenbereich auftritt. Sie kann beim Haustier relativ häufig vorkommen und betrifft vor allem ältere Hunde. Doch woran erkennt man, dass der vierbeinige Weggefährte darunter leidet?

Das Hauptsymptom ist Bewegungsunlust und Muskelatrophie. Der Besitzer bemerkt vor allem, dass der Hund nur noch kurze Strecken laufen kann, sich häufig hinsetzt und hechelt sowie zunehmend Probleme beim Treppensteigen hat. In der Folge ist eine Atrophie der Muskulatur (Kraft- und Volumenverlust der Muskeln) feststellbar. Die Schwäche kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. In leichteren Fällen wird nur eine unspezifische Lahmheit und gelegentliches Stolpern bemerkt. Bei hochgradig betroffenen Fällen sind die Tiere sind nicht mehr geh- und stehfähig.

Bei Sammy, einer 11-jährigen Mischlingshündin, lag eine mittelschwere Form vor, bei der sie sich nur noch wenig bewegte, auf glatten Böden nicht mehr laufen konnte und zunehmend die Muskulatur der Hinterbeine atrophierte. Daher haben wir im Rahmen der Enzym-Kombi-Therapie eine schmerzbefreiende und entzündungshemmende Behandlung durchgeführt. Sammy hat nun wieder Freude an Spaziergängen und kann wieder über Parkett- und Fliesenböden laufen.  

Impfreaktionen / Impffolgen

Über Impfungen und das kritische Auseinandersetzen mit diesem Thema sind unzählige Berichte verfasst worden. Welche Impfungen werden eigentlich durchgeführt? Der Hund kann gegen die Virusinfektionen Hundestaupe, Tollwut, Hepatitis, Parvovirose und Parainfluenza sowie die bakteriellen Infektionen wie Leptospirose und Bordetella- Infektionen geimpft werden. Katzen können gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche, Tollwut, Leukose und FIP (Feline infektiöse Peritonitis) geimpft werden.

Das Für und Wider von Immunisierungen soll an dieser Stelle nicht das Thema sein. Fakt ist, dass die Fellnasen und Samtpfoten unterschiedlich auf Impfungen reagieren. Manche sind symptomlos, andere entwickeln Allergien, epileptische Anfälle, manche sind für einige Tage antriebslos und verweigern die Nahrungsaufnahme. Wieder andere leiden an Erbrechen, Durchfall oder Fieber. Bei vielen Tieren kommt es an der Einstichstelle zu Rötungen und Schwellungen mit Schmerzhaftigkeit, die sich über den gesamten Körper ausbreiten kann.

Neben den o.a. Symptomen können auch unterschiedliche, chronische Entzündungen als Impffolgen auftreten. Je nach Allgemeinzustand und manifestierten Erkrankungen der Fellnase oder Samtpfote wird in der Tierheilkunde häufig eine Ausleitung sowie Stärkung des geschwächten Immunsystems oder eine Darmsanierung mit anschließendem Wiederaufbau der Darmflora vorgenommen.

So wie bei Bailey, einem 2jährigen Chihuahua-Rüden. Als Impffolge hatte er anhaltende Verdauungsprobleme mit Erbrechen und Durchfall sowie Gewichtsverlust. Nach ca. 5 Wochen ganzheitlicher Behandlung geht es Bailey wieder gut und er hat sein Normalgewicht wieder erlangt.

Entzündung der Hirnhaut beim Hund (Meningitis)

Zu den entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, die mit den unterschiedlichsten Ausfallerscheinungen einhergehen können, zählen die Meningitis (Entzündung der Hirn- oder Rückenmarkshäute) und die Enzephalitis (Entzündung des Gehirns). Sie können sich durch bakterielle oder virale Infekte entzünden. Oft sind aber auch keine Krankheitserreger nachweisbar, dann vermutet man Autoimmunprozesse.

Die Symptome ähneln anfangs denen einer Grippe mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, dann kommen Überempfindlichkeit bei Berührung, Versteifung im Halsbereich mit Kopfneigung, steifer Gang und Apathie hinzu.

Eine Meningitis darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sie tödlich verlaufen kann. Daher ist eine schnelle Behandlung entscheidend! Schulmedizinisch wird diese Erkrankung häufig durch langfristige Gabe von Kortison behandelt. Da dies die Abwehrkräfte des Patienten schwächt, wird häufig noch Antibiotika zur Vermeidung einer Sekundärinfektion verabreicht.

Nach der Behandlung der Meningitis gilt es, das Immunsystem des Hundes wieder zu stärken. So wie bei Kira, einer 13-jährigen Zwergpinscher-Hündin. Nachdem die schulmedizinische Behandlung der Meningitis abgeschlossen war, wurde in unserer Tierheilpraxis mit einer 4-wöchigen Enzym-Kombitherapie ihr geschwächtes Immunsystem wieder aufgebaut.

Ohrenentzündungen (Otitis externa und Otitis media)

Ohrenentzündungen sind häufige Probleme bei den 4-beinigen Weggefährten. Man unterscheidet dabei zwischen der Entzündung des äußeren Gehörgangs (Otitis externa) und der klassischen Mittelohrentzündung (Otitis media), die sich aus einer chronischen Otitis externa entwickeln kann.
Zu den Auslösern dieser Erkrankungen zählen Fremdkörper (z.B. Gräser) oder Schmutz vermengt mit Cerumen.  Hiervon betroffen sind häufig Hunde mit Schlappohren, da diese nicht so gut belüftet sind wie stehende Ohren. Aber auch allergische Reaktionen, örtliche bakterielle Infekte oder Pilzerkrankungen sowie Parasiten wie Otodectes-Milben bei Hund und Katze können diese sehr schmerzhafte Erkrankung verursachen.

Tierhalter merken schnell, dass ihre Fellnase oder Samtpfote an einer Ohrenentzündung leidet, da das Tier auffällige Symptome zeigt: Kratzen am Ohr mit begleitendem Jaulen und ständiges Kopfschütteln und Schiefhaltung des Kopfes. Ein wichtiges Anzeichen ist neben dem starken Geruch des betroffenen Ohres auch die vermehrte Absonderung von dunklem, zähem Sekret. Spätestens jetzt sollte jeder Tierbesitzer schnell handeln, denn eine unbehandelte Mittelohrentzündung kann sich zu einer Innenohrentzündung ausweiten und motorische Störungen durch Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem zur Folge haben.

Die schulmedizinische Behandlung sieht neben der Spülung des Gehörgangs, die Gabe von Antibiotika und Antimykotika sowie ggfs. Cortison vor. Bei Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr wird unter Umständen das Trommelfell zur Druckentlastung durchstochen.

Bei der naturheilkundlichen Betrachtung steht das Erkennen und die Behandlung der Grunderkrankung als Auslöser (z.B. eine Allergie, geschwächtes Immunsystem etc.) für die auftretenden Ohrenentzündungen im Vordergrund. Nur so kann der Fellnase / Samtpfote nachhaltig geholfen und nicht nur die Symptome behandelt werden.

In der Tierheilkunde finden neben der Behandlung der Grunderkrankung auch die Reinigung des Gehörgangs sowie entzündungshemmende und schmerzstillende Naturheilmittel Anwendung, um schnellstmöglich Linderung und nachhaltige Genesung des Patienten auf 4 Pfoten zu erreichen.

Bild: Mirko Sajkov auf Pixabay

Allergie – wenn das Immunsystem der Fellnasen aus dem Gleichgewicht geraten ist

Unter einer Allergie versteht man eine erworbene, überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber körperfremder Stoffe. Diese Reaktion des Immunsystems ist lebensnotwendig zur Krankheitsabwehr. Ist sie zu schwach ausgeprägt oder gar nicht vorhanden, kann der Körper sich nicht gegen die Eindringlinge schützen und erkrankt. Richtet sich die Reaktion jedoch gegen den eigenen Körper oder ist sie zu stark ausgeprägt, können daraus ebenfalls Erkrankungen entstehen. Hier spricht man von Autoimmunerkrankungen oder Allergien.

Als Auslöser einer Allergie kommen eine Reihe allergener Substanzen in Betracht:

  • In der Luft enthaltene Allergene (aerogene Allergene)
  • Futtermittelallergene
  • Medikamentenallergene
  • Kontaktallergene (z.B. Pflanzen, Milben, Flöhe etc.)

Entsprechend vielfältig sind die Symptome, die von Hautproblemen über Verdauungsstörungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten reichen können.

In der Schulmedizin werden im Akutfall häufig Antihistamine und Cortisonpräparate eingesetzt. Diese heilen jedoch nicht, sondern unterdrücken die Immunreaktion.

In der naturheilkundlichen Behandlung geht es darum, die Immunreaktion nicht zu unterdrücken, sondern vielmehr das übersteigerte Immunsystem wieder in sein Gleichgewicht zu bringen und damit auf einen gesunden Normalzustand zurückzuführen.

So wie bei Toska, einer 8 Jahre alten Westie-Hündin. Sie litt aufgrund einer Allergie lange unter Hautproblemen mit starkem Juckreiz, Läsionen durch Lecken und Beißen sowie Alopezie (krankhafter Haarausfall). In unserer Tierheilpraxis wurde sie 5 Wochen mit einer speziell abgestimmten Enzym-Kombi-Therapie behandelt. Ihr Immunsystem hat sich wieder normalisiert und sie ist beschwerdefrei.

Geriatrie – wenn Fellnasen oder Samtpfoten älter werden

Das Alter verschont leider auch unsere treuen Weggefährten auf vier Pfoten nicht. Bei den meisten Hunden macht es sich je nach Rasse und Größe vom 8. – 10. Lebensjahr bemerkbar. Katzen gelten ab dem 10. Lebensjahr als Senioren. 
Für alternde Tiere gilt gleichermaßen: Sie verbringen mehr Zeit mit Schlafen, ihr Spieltrieb lässt nach, die Sinnesorgane funktionieren nicht mehr so gut wie früher und Gesundheitsbeschwerden können auftreten.  
Seniorenhunde und -katzen brauchen jetzt mehr Aufmerksamkeit und Pflege damit sie ihren Lebensabend genießen können. Weil sich die Beschwerden oftmals schleichend entwickeln, ist nicht jeder Tierhalter in der Lage, subtile Anzeichen zu erkennen. Daher ist es wichtig, seinen Liebling auf vier Pfoten zu beobachten und Warnsignale nicht damit abzutun, dass die Veränderungen normal seien, weil das Tier eben älter geworden ist. Das ist eine Fehleinschätzung, denn alte Tiere leiden stumm und das betrifft ganz besonders die chronisch Kranken.

Deshalb stellen verantwortungsvolle Tierhalter ihre „Grauschnauzen“ regelmäßig in meiner Tierheilpraxis vor. Im Rahmen der Anamnese erfragen wir alle wichtigen Informationen zur Krankheitsvorgeschichte sowie den neuen Entwicklungen bzw. Veränderungen des Tieres. Danach folgt eine gründliche körperliche Untersuchung. Im Anschluss besprechen wir mit dem Tierhalter den Behandlungsplan, bei dem das Tier unter Berücksichtigung seiner spezifischen Vorerkrankungen und den aktuellen altersbedingten Beschwerden ganzheitlich therapiert wird.

So wie bei Jonny, einem 17 Jahre alten europäisch Kurzhaar-Kater. Jonny leidet seit Jahren an einer linksseitigen Vorhofvergrößerung, chronischen Pankreatitis mit wiederkehrenden Gastritis-Schüben, Inappetenz mit Gewichtsverlust und Diarrhoe. Daher musste der „kleine Kämpfer“ früher häufig in die Tierklinik und hat dort u.a. Infusionen erhalten. Vor einem Jahr stellte ihn seine Katzenmama erstmals in unserer Tierheilpraxis vor. Hier erhielt er eine ganzheitliche, geriatrische Therapie. Seither geht es dem Oldie altersentsprechend gut und er musste nicht mehr in der Tierklinik akut behandelt werden.

Chronische Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Als Gastritis bezeichnet man eine Entzündung der Magenschleimhaut, die akut oder chronisch (länger als 3 Wochen andauernd) verlaufen und bei Hunden sowie Katzen auftreten kann.

Die chronische Gastritis kann sich aus der akuten Gastritis entwickeln oder durch Erkrankungen innerer Organe sowie durch Infektionen, Parasiten oder Allergien bedingt sein. Häufig sind auch Fütterungsfehler (z.B. zu kaltes oder verdorbenes Futter, Schneefressen) oder Medikamente als Ursache zu benennen.

Bei einer chronischen Gastritis leidet das Tier häufig unter Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. Sofern eine Allergie die Ursache der chronischen Gastritis ist, kommt noch starker Juckreiz hinzu.

Die Schulmedizin behandelt eine chronische Gastritis u.a. mit säure bindenden Medikamenten (Antazida), Antihistaminika, evtl. Antibiotika und einer Diät. 

In der naturheilkundlichen Medizin gibt es viele bewährte Mittel und Therapien, mit denen eine chronische Gastritis gut behandelt werden kann.  

Wie zum Beispiel bei Mogli, einer 18 Monate alten Rhodesian Ridgeback-Hündin. Sie kam mit ihrem Frauchen wegen einer Allergie mit ausgeprägtem Juckreiz und zunehmender Appetitlosigkeit in unsere Tierheilpraxis. Nach eingehender Anamnese und Untersuchung konnten wir neben der Allergie auch eine bis zu diesem Zeitpunkt unerkannt verlaufende, chronische Gastritis (die sich höchstwahrscheinlich aufgrund der Allergie entwickelt hatte) nach nur 5,5 Wochen mit einer speziell abgestimmten Enzym-Kombi-Therapie effektiv behandeln. Mogli leidet nun nicht mehr unter quälendem Juckreiz und das Futter schmeckt ihr auch wieder. 

Chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Diese Erkrankung der Bauchspeicheldrüse tritt seltener bei Katzen, dafür häufiger bei Hunden auf.

Die chronische Pankreatitis kann nach einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung als Dauerzustand verbleiben. 

Woran erkennt man als Tierhalter, ob seine Fellnase an einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse leidet? Die Symptome sind vielfältig: Erbrechen und ggf. Durchfall, Abmagerung, aufgeblähter Bauch, Fieber, gesteigerte Trinkmenge und die Fellnase nimmt häufig die sogenannte Gebetsstellung zur Schmerzlinderung ein. 

Damit aus einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung keine chronische wird, sollte der Tierhalter bei Vorliegen der Symptome rechtzeitig handeln. Bei einer chronischen Pankreatitis kann die Fellnase zudem zwischen Appetitlosigkeit und gesteigerter Futteraufnahme wechseln und nimmt häufig sogar seinen eigenen Kot wieder auf. Hinzu kommen übelriechende Blähungen und sogenannte Fettstühle (= krankhafte Erhöhung des Fettgehalts im Stuhl. Erkennbar durch voluminös, schaumigen, lehmfarbenen Stuhl mit spezifisch penetrantem Geruch).

Alternativ zur Schulmedizin, die je nach Schwere der Erkrankung neben einer Diät, Antibiotika, Schmerzmittel und Kortison verordnet, kann diese Erkrankung auch sehr gut mit den Therapien aus der Naturheilkunde behandelt werden. 

So wie zum Beispiel bei Filou, einem 13 Jahre altem Havaneser Rüden, der aufgrund einer chronischen Pankreatitis, nach nur 5 Wochen ganzheitlicher, naturheilkundlicher Behandlung in unserer Tierheilpraxis, wieder beschwerdefrei ist. 

Hämangiosarkom beim Hund

Bei Belle, einer 8 Jahre alten Berger de Picardie-Hündin wurde Ende Juli 2020 der niederschmetternde Befund „Hämangiosarkom“ von einer Tierklinik diagnostiziert. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor mit Lokalisation am rechten Herzvorhof. Die Prognose ist ungünstig, da dieser aggressive Tumor inoperabel ist und eine Chemotherapie für die Patientenhalter nicht infrage kam. Daher wurden sie darauf hingewiesen, sich mit dem Gedanken der zeitnahen Erlösung von Belle zu befassen.
Die Patientenhalter wollten jedoch nichts unversucht lassen und stellten Belle am 30.07.2020 in unserer Praxis vor. Nach eingehender Anamnese und Untersuchung der Hündin besprachen wir eine ganzheitliche Tumor-Therapie, die auf die Stagnation des Hämangiosarkoms abzielt. Von August 2020 bis Dezember 2020 behandelten wir sie mit einer Enzym-Kombi-Therapie, bei der neben der Einwirkung auf die Zellgewebserkrankung bei malignen Tumorerkrankungen auch ein Hämostatikum zum Einsatz kam. Darüber hinaus wurde im Rahmen der ganzheitlichen Behandlung u.a. Artemisia annua verabreicht. Belle ging es während der Therapiedauer ausgesprochen gut.  

Update vom 06.10.2020: 
Nachricht der Patientenhalterin: 
„Hallo Frau Stoeckl,
komme gerade von der Tierklinik. Belle hat keine Einblutungen mehr. Deshalb ist der Tumor nicht darstellbar. Die Kardiologin meinte, sie dachte nicht, dass sie Belle bei dieser Diagnose nochmal sieht. Es grenzt an ein Wunder, dass es ihr so gut geht. Die tierheilpraktische Behandlung war die richtige Entscheidung…“

Update vom 29.03.2021:
Belle ist heute über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie hatte bis zum Schluss Freude am Leben.   

Verhaltensauffälligkeit bei der Katze

Katzen gibt es schon seit vielen Millionen Jahren. Seit ca. 9000 Jahren lebt die Katze mit Menschen zusammen, als sie sich erstmals sesshaften Menschen anschloss.

Alle Katzeneltern wissen, dass Katzen Individualisten sind, die es nicht leiden können in ihren Freiheiten eingeschränkt zu werden. Sie haben ein anderes Sozialsystem als Menschen, was das Zusammenleben mit ihnen oft problematisch macht. Häufig kommt es zu Missverständnissen und Situationen, die sich bei der Katze in Verhaltensauffälligkeiten manifestieren können.

Zu dem häufigsten Problemverhalten zählt das Harn- oder Kotmarkieren der Fellnase in der Wohnung. Hierbei verzichtet die Katze auf die Nutzung der Katzentoilette und leert ihre Blase in kleinen Portionen an ausgewählten und immer wieder gleichen Bereichen in der Wohnung. Besonders unangenehm für das harmonische Zusammenleben zwischen Menschen und Katze ist das gezielte Markieren an markanten Stellen mit Kot. 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt suchen die besorgten und gleichzeitig verzweifelten Katzenhalter mit ihrem Stuben-Tiger meine Tierheilpraxis auf und bitten um Hilfe.

Im Rahmen einer ausführlichen Erstanamnese erkundige ich mich über die medizinische Vorgeschichte des vierbeinigen Patienten, mache mir ein Bild von dem Lebensumfeld der Katze und seiner zweibeinigen Familie, frage nach möglichen Veränderungen oder anderen stressauslösenden Situationen wie: 

  • Fühlt sich die Katze durch irgendetwas bedroht?
  • Ist vielleicht ein neues Familienmitglied oder ein weiteres Haustier hinzugekommen?
  • Wurden Möbel umgestellt oder neue angeschafft?
  • Wo steht die Katzentoilette und wurde das Katzenstreu verändert?

Um körperliche Ursachen der Verhaltensveränderung wie Schmerzen oder Erkrankungen auszuschließen, wird die Katze in meiner Tierheilpraxis eingehend untersucht.

Oftmals stellt sich durch das intensive Beratungsgespräch heraus, dass eine für den Tierhalter meist  unbedeutende Veränderung im Umfeld des Stuben-Tigers Auslöser des Problemverhaltens war. Hier kann entweder die Beseitigung des Störfaktors oder eine speziell auf die Fellnase zugeschnittene Bachblüten-Mischung das harmonische Zusammenleben zwischen dem Menschen und seinem vierbeinigen Weggefährten wiederherstellen.

Sollte sich bei der Untersuchung herausstellen, dass eine körperliche Erkrankung Ursache für das veränderte Verhalten ist, wird die Fellnase ganzheitlich mit den sanften aber tiefgreifenden Mitteln aus der Natur behandelt. 

Ich rate daher allen Tierhaltern, eine Verhaltensauffälligkeit nicht einfach hinzunehmen, sondern die Samtpfote in meiner Tierheilpraxis vorzustellen, damit wir gemeinsam eine Lösung zum Wohl des Tieres und seiner menschlichen Familie finden.